Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

Probier Babbel aus – die erste Lektion ist kostenlos!

Russisch lernen? Hier sind 10 gute Gründe

Russisch liegt auf Rang acht der meistgesprochenen Sprachen der Welt. Worauf wartest du?!

Artikel von: Marion Maurin

Fragt man jemanden, wie er die russische Sprache findet, dann hört man meistens das Gleiche: schwierig! Wenn man den Klischees über Russland Glauben schenkt, scheint das mangelnde Interesse an der Sprache verständlich: gefährliches Land, weit weg, eiskalt … Trotzdem gibt es, sagen wir, hundert Gründe, Russisch zu lernen! Zehn davon verraten wir dir hier.

1. Russland liegt näher, als du denkst

Keine Frage – das Land der Zaren ist exotisch. Und vielleicht denken deshalb so viele Menschen, Russland läge geografisch in weiter Ferne und hätte mit Deutschland nichts gemeinsam. In Wirklichkeit aber erreichst du Moskau von Berlin aus in nur zweieinhalb Flugstunden. Das ist ungefähr die Zeit, die du bis nach Barcelona oder Mallorca fliegst.

2. Russisch ist eine der am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt

Auf der Weltrangliste der am weitesten verbreiteten Sprachen der Welt liegt die russische Sprache auf Rang acht. Natürlich spricht man sie in Russland, aber auch in Belarus, der Ukraine, Usbekistan, Kirgisistan, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Lettland, Litauen, Estland und Israel.

3. Russland ist das größte Land der Welt

Nimm die Größe Deutschland mal 47, und du kommst in etwa auf die Größe Russlands. Und jetzt stell dir vor, was es in diesem endlosen Land alles zu entdecken gibt! Um nur ein Beispiel zu nennen: In Russland stehen ganze 26 Stätten auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Vom Kreml über den Baikalsee bis hin zu den Goldenen Bergen des Altai – in Russland findest du einen immensen kulturellen und ökologischen Reichtum.

4. In Russland spricht man sehr wenig Englisch

Besonders in Russland und in den ehemaligen Sowjetrepubliken ist die englische Sprache nicht weit verbreitet. Anders gesagt: Statt Onkel Sam kennt man hier den Onkel Wanja. Wenn du also die Gebiete des alten russischen Reiches erobern willst, wirst du um ein bisschen Wissen über Puschkins Sprache nicht herumkommen. Aber keine Sorge! Anfängerkenntnisse reichen schon aus, um das kyrillische Alphabet zu entziffern und mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

5. Russischlernen ist eine Herausforderung

Das russische Alphabet ist so beeindruckend, dass es manche Leute sogar abschreckt. Das Tolle aber ist: Wenn du es einmal beherrschst, wirst du wahrscheinlich ganz schön stolz sein, dass du dieses fremdartige Alphabet (fast) genauso schnell lesen kannst wie dein gewohntes lateinisches. Überhaupt ist den Westeuropäern die russische Sprache nicht gerade geläufig. Dich ihren Eigenarten zu widmen heißt, dich vom Vertrauten zu lösen und ins Unbekannte zu stürzen.

6. Russischlernen ist leichter als man denkt

Mit „man“ meine ich all die Menschen, die nie den Versuch gewagt haben, Russisch zu lernen. Beim Russischlernen gibt es zwei Herausforderungen. Das kyrillische Alphabet gehört nicht dazu, denn mit ein wenig gutem Willen lernt man die dreiunddreißig Buchstaben mit links. Die Schwierigkeiten liegen eher in ein paar grammatikalischen Regeln. Und damit meine ich zum einen die Deklinationen, also den Perfektiv und den Imperfektiv der Verben. Nun ja, diese Regeln sind allemal leichter, als das Aralmeer leer zu trinken! Auch wenn davon leider nicht mehr allzu viel übrig ist …

7. Russisch ist eine wunderschöne Sprache

Na, zugegeben ist das ein ziemlich subjektives Argument. Was man aber durchaus verallgemeinern kann: Die meisten Menschen fühlen sich von Sprachen angesprochen, die einen großen Vokalreichtum besitzen. Für die italienische Sprache zum Beispiel sind die Vokale „a“, „e“, „i“, „o“, „u“ und deren Paarbildungen typisch. Das ist ein Grund, warum Italienisch für Ausländer so schön melodisch klingt. Die russische Sprache zeichnet dieselbe Eigenschaft aus, auch wenn das kaum jemand weiß. Als Extra-Bonus verfügt die slawische Sprache außerdem über einen unfassbaren Konsonantenreichtum, der eine bezaubernde Musikalität erzeugt. Wenn du dich selbst davon überzeugen willst, hör dir einfach den Chor der Roten Armee an. Ich selbst bin kein Sänger, und es hat offenbar eine singende Militärparade gebraucht, um meinen inneren Künstler glücklich zu machen … ich lasse einfach meine Stimmbänder beim Russischsprechen schwingen.

8. Russisch ist eine Sprache mit Zukunft

Fakt ist: Russisch steht weniger hoch im Kurs als zum Beispiel Mandarin, eine Sprache, die für Westeuropäer unvergleichlich verwirrender und komplexer ist. Dass das so ist, ist wirklich eine Schande, denn in Russland, Osteuropa und in Zentralasien entstehen zurzeit ernstzunehmende wirtschaftliche Möglichkeiten. Und jetzt rate mal: Um da mitzumischen, muss man Russisch sprechen!

9. Russland wird immer beliebter

Weil es Stalin, Kommunismus, die UdSSR, den Kalten Krieg gab und zurzeit eben auch Wladimir Putin, wird die russische Nation gerne als Bedrohung wahrgenommen. Besser vorsichtig sein mit diesem Land und seinen Bewohnern. Ich für meinen Teil habe gute Gründe, die russische Kultur (und damit auch ihre Sprache) regelrecht zu bewundern. Lernst du Russisch, veränderst du gleich in zweifacher Hinsicht deine Sicht auf die Welt: erstens, indem du dir eine neue Sprache aneignest (das ist immer eine Bereicherung) und zweitens, indem sich damit automatisch deine Vorurteile gegenüber einem Teil der Welt auflösen.

10. Russisch ist Teil einer großen Familie

Sobald du die russische Sprache ein wenig beherrschst, stehen dir viele weitere Sprachen offen. Russisch gehört zur Familie der indoeuropäischen, genauer der slawischen Sprachfamilie. Und die kannst du auch schon mit Anfänger-Russischkenntnissen schnell verstehen.

Es gibt drei Unterfamilien:

  • die ostslawischen Sprachen, die alle das kyrillische Alphabet verwenden (Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch usw.)

  • die südslawischen Sprachen, die das kyrillische Alphabet (Bulgarisch, Mazedonisch usw.) oder Lateinisch (Kroatisch, Slowenisch usw.) verwenden

  • die westslawischen Sprachen, die ein modifiziertes lateinisches Alphabet verwenden (Polnisch, Tschechisch, Slowakisch usw.)

Ein russisches Sprichwort besagt: „Es ist besser, einmal zu sehen, als hundertmal zu hören“ (Лучше один раз увидеть, чем сто раз услышать). Also werde ich dir meine 90 weiteren Gründe, Russisch zu lernen, ersparen und dich diese geheimnisvolle und fabelhafte Sprache selbst entdecken lassen!

Hast du Lust, Russisch zu lernen?

Probier Babbel einfach aus