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Die zehn nützlichsten französischen Wendungen für den Alltag

Diese 10 nützlichen französischen Redewendungen ergeben keinen Sinn – aber wir erklären sie trotzdem!
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ARTIKEL VON Marion Maurin
Die zehn nützlichsten französischen Wendungen für den Alltag

Illustriert von Kati Szilagyi

1. C’est simple comme bonjour !

Wörtlich: „So einfach wie „Hallo“ sagen!“

Entsprechende Redewendung: „Das ist ein Kinderspiel.“

Diese Wendung wird für eine Aufgabe, die spielend leicht zu lösen oder zu meistern ist, genutzt. Das ist ziemlich paradox, wenn man bedenkt, dass es im Französischen sehr umständlich ist, „Hallo“ zu sagen – vor allem in Frankreich selbst! Sagt man besser „Salut“ oder „Bonjour“? Gibt man sich die Hand oder ein Küsschen auf die Wange (bise)? Und im Falle eines bise, wie viele – eins, zwei, drei oder vier? Beginnt man dabei rechts oder links?

2. On n’est pas sorti de l’auberge !

Wörtlich: „Wir haben das Gasthaus noch nicht verlassen!“

Entsprechende Redewendung: „Wir haben das Schlimmste noch nicht überstanden.“

Auberge („Gasthaus“) wurde als Euphemismus für „Gefängnis“ verwendet, was erklärt, warum es so schwer ist, dort hinauszukommen.

3. Être dans la galère

Wörtlich: „auf der Galeere sein“

Entsprechende Redewendung: „in der Klemme sein“

Die Bedeutung dieser Wendung ähnelt der vorherigen, doch in diesem Fall ist ihr Ursprung bekannt: Molière, der klassische Dramatiker des 17. Jahrhunderts, prägte diesen Ausdruck. Seine Werke bereicherten die französische Sprache in vielen Lebensbereichen.

4. Mettre les points sur les i

Wörtlich: „die Pünktchen auf die „i“s setzen“

Entsprechende Redewendung: „Tacheles reden“

5. À qui mieux mieux

Wörtlich: „wem besser besser“

Bedeutung: „jemanden übertreffen“

Dieser sehr verwirrende Ausdruck ist die Kurzform eines nicht minder verwirrenden Satzes: Nous vous aimons à ce point de telle façon que celle qui de nous deux vous aime déjà mieux que l’autre vous aime encore mieux. Auf Deutsch: „Wir lieben euch so sehr, dass derjenige von uns beiden, der euch am meisten liebt, sogar mehr liebt als der, der euch noch mehr liebt.“ Alles klar?

6. Il (ne) faut pas pousser mémé dans les orties !

Wörtlich: „Man sollte Großmutter nicht in die Brennnesseln schubsen!“

Bedeutung: „Man sollte nicht übertreiben.“

Entsprechende Redewendung: „die Kirche im Dorf lassen“

Egal, wie wenig du deine Großmutter magst, du solltest sie niemals ins Gebüsch schubsen. Solltest du – aus welchen Beweggründen auch immer – dies doch tun, hast du wohl überreagiert.

7. Ça ne casse pas trois pattes à un canard.

Wörtlich: „Es bricht einer Ente nicht drei Beine.“

Bedeutung: „Das ist nichts Besonderes.“

Du wusstest gar nicht, dass Enten drei Beine haben? Jetzt weißt du es.

8. Pisser dans un violon

Wörtlich: „in eine Geige pissen“

Entsprechende Redewendung: „Es ist für die Katz.“

Gibt es etwas Frustrierenderes, als sich mit Leib und Seele dafür einzusetzen, die Zuneigung eines angebeteten Menschen zu erringen, nur, um von diesem völlig ignoriert zu werden? Wer würde dich dafür verurteilen, wenn du nach einer solch vernichtenden Enttäuschung „in eine Geige pissen“ würdest? Nur ein echter Geigenspieler würde da wohl … angepisst sein.

9. Chacun voit midi à sa porte.

Wörtlich: „Jeder sieht den Mittag an seiner Türe.“

Bedeutung: „Jeder sieht das, was er sehen will.“

Es gibt nichts Objektiveres als die Zeit – außer, du befindest dich in Berlin, wo es acht Uhr morgens ist, während die Uhr deiner Freundin Cassie in London auf sieben steht und in New York alle schlafen … Naja, vielleicht ist die Zeit doch viel relativer, als ich dachte. Dieser Ausdruck zeigt, dass jeder von uns nur seine eigene Realität wahrnimmt.

10. Au petit bonheur la chance

Wörtlich: „dem kleinen Glück der Zufall“

Bedeutung: „Auf gut Glück“

Diese Redewendung bedeutet so viel wie „sein Glück in die Hände Gottes legen“, nur dass Gott die Sache dem Zufall überlassen hat. Wirf eine Münze und hoffe das Beste!

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