Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

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Schluss mit den Ausreden!

Du hast keine Zeit, kein Geld und außerdem ist diese Sprache, die du lernen wolltest, sowieso zu schwer? Alles Ausreden!

Artikel von: Katrin Sperling
Illustriert von Sveta Sobolev

Seien wir doch mal ehrlich. Viele „Gründe“ dafür, warum wir keine Sprachen lernen, sind eigentlich nur Ausreden: keine Zeit, kein Geld, „ich bin zu alt und fürs Sprachenlernen sowieso nicht geeignet“. Alles Unsinn! Wir knöpfen uns ein paar der häufigsten Ausreden beim Sprachenlernen einmal vor.

Ausrede Nummer 1: Manche Menschen haben eben kein Sprachtalent

Die einen sind gut in Mathe und den Naturwissenschaften, die anderen kommen mit Sprachen besser klar – du gehörst nicht zur zweiten Gruppe und musst das Sprachenlernen darum gar nicht erst anfangen? Wir würden sagen: Das ist eine klitzekleine Ausrede. Es gibt Menschen, die 5 Sprachen sprechen und als Programmierer arbeiten, oder solche die gleichzeitig eine Sprache und Physik studieren. Oft hängt es eher mit der Motivation als dem Können zusammen.

Und selbst wenn du fest davon überzeugt bist, dass dir Mathe mehr liegt als Sprachen: Das heißt nicht, dass du Sprachen gar nicht lernen kannst. Deine Muttersprache beherrschst du schließlich bereits problemlos! Vielleicht musst du ein bisschen mehr Aufwand betreiben als manches Sprachgenie… aber an denen musst du dich ja auch gar nicht messen. Das wäre, als würden alle „Mathenieten“ keinen Taschenrechner in die Hand nehmen, weil Newton, Leibnitz und Turing das sowieso besser konnten.

Unser Tipp: Tief durchatmen, die richtige Motivation suchen und mit dem Lernen anfangen. Miss dich nicht an anderen, sondern setze dir Ziele, die für deine Lerngeschwindigkeit realistisch sind.

Ausrede Nummer 2: Ich kann das einfach nicht aussprechen

Du kannst das [r] nicht richtig rollen und das englische [th] will dir auch nicht gelingen. Du hast recht: Erst mal ist das schwer, denn dein Sprachapparat ist nicht mehr daran gewöhnt, diese Laute zu produzieren. Die gute Nachricht: Er war es mal! Babys probieren alle Arten von Lauten aus und gehen dann dazu über, nur noch die Laute zu reproduzieren, für die sie Feedback erhalten. Da erwachsene Menschen genau dieselben Sprachorgane wie Babys haben (sogar ein paar mehr, da uns bereits alle Zähne gewachsen sind), kann also grundsätzlich jeder alles aussprechen – auch wenn sich dein Sprachapparat erst mal wieder daran gewöhnen muss, den vergessenen Laut zu produzieren. Hör einfach genau hin, lies dir durch, wie der Laut geformt wird: mit der Zungenspitze an den Zähnen? Durch die Nase? Versuche dann, den Laut nachzumachen. Irgendwann klappt es – ganz bestimmt.

Ausrede Nummer 3: Die Grammatik ist zu schwer

Zugegeben: Die Grammatik anderer Sprachen ist für Außenstehende nicht immer sofort zu durchschauen. Das Gute ist jedoch, dass niemand von dir erwartet, dass du fehlerfrei sprichst. Wenn du mutig mit ein paar ersten Phrasen und Wörtern ankommst, wird dein Gegenüber schon verstehen, dass du noch lernst. Also: einfach drauflossprechen!

Ausrede Nummer 4: Ich habe einfach keine Zeit zum Sprachenlernen

Laut dem Statistischen Jahrbuch von 2015 sieht der durchschnittliche Deutsche 2 Stunden und 4 Minuten am Tag fern, verbringt 23 Minuten am PC und dem Smartphone und 19 Minuten mit… Spielen!

Um es kurz zu sagen: Wir bei Babbel sind uns fast ein kleines bisschen sicher, dass du doch Zeit zum Sprachenlernen hast. Wahrscheinlich hat Sprachenlernen einfach keine Priorität für dich. Diese Priorität musst du setzen, wenn es dir mit dem Erlernen einer Fremdsprache wirklich ernst ist. Wenn du dich auf Teufel komm raus nicht zum Lernen motivieren kannst, ist es vielleicht Zeit, die Sprache zu wechseln? Vielleicht kannst du dich nicht aufraffen, Englisch zu lernen, weil du eigentlich von einem Urlaub in Brasilien träumst und viel lieber Portugiesisch lernen würdest?

Wenn du das Sprachenlernen zur Priorität ernannt hast, dann solltest du deine Zeit effektiv nutzen. Das Gute ist, dass du nicht mal auf Aktivitäten wie Fernsehen oder Lesen verzichten musst – stell sie einfach auf deine Lernsprache um!

5. Ich bin doch schon viel zu alt fürs Sprachenlernen

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr? Na gut, dann fahr lieber nicht mehr Auto (den Führerschein hast du schließlich im Erwachsenenalter erworben) und leg das Smartphone aus der Hand (wenn du älter als 20 bist, stand dir dieses Gadget vermutlich nicht in deiner Kindheit zur Verfügung) und… erinnerst du dich noch an die Kurse zum Ausfüllen der Steuererklärung in der dritten Klasse? Ach, das waren noch Zeiten… Du merkst schon, was wir dir mit einem kleinen Augenzwinkern sagen wollen: Auch außerhalb des Kindesalters lernen Menschen noch eine ganze Menge! „Ich bin zu alt fürs Sprachenlernen“ ist ab heute also keine Ausrede mehr.

6. Morgen, morgen…

„Morgen fange ich mit dem Sprachenlernen an.“ – „Oh, heute habe ich es nicht geschafft, dafür mache ich morgen zwei Lektionen… aber morgen habe ich doch diese Firmenfeier, da wird es ja schon wieder nichts…“

Es gab eine Zeit, als dich deine Eltern zum Zähneputzen zwingen mussten – heute machst du es mindestens zwei Mal am Tag, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Nein, wir sind nicht verrückt geworden oder müssen nachher noch zum Zahnarzt. Der Grund, warum wir vom Zähneputzen reden, ist folgender: Es würde dir nie in den Sinn kommen, zu sagen: „Heute habe ich keine Zeit fürs Zähneputzen, weil ich so viel Sport mache/zu einer Party gehe/so müde bin. Das mache ich morgen.“ Du hast nämlich eine Gewohnheit geformt. Da wollen wir auch mit dem Sprachenlernen hin! Mach jeden Tag etwas für die Sprache, egal, wie es dir geht oder was dazwischenkommt… für ein paar Vokabeln ist allemal Zeit.

7. Ich habe kein Geld, um eine Sprache zu lernen

Die Zeiten, in denen Bildung nur den höheren Schichten vorbehalten war, liegen schon etwas zurück. Wenn du diesen Text also nicht im 16. Jahrhundert liest (in diesem Fall möchten wir dir übrigens zur Erfindung der Zeitmaschine gratulieren), ist fehlendes Geld kein Argument gegen das Sprachenlernen: Sprachlern-Apps wie Babbel sind nicht teuer, und sofern du einen Internetanschluss hast (wenn nicht, gibt es öffentliches Internet in Hülle und Fülle) stehen dir kostenlose Lernmaterialien wie YouTube-Videos in anderen Sprachen, Textbeispiele auf Blogs und Websites und unendliche andere Ressourcen zur Verfügung. Ein sehr effektiver Weg, um eine Sprache zu lernen, ist übrigens kostenlos: menschliche Interaktion!

Long story short, wie die Engländer sagen: Wir vermuten mal ganz stark, dass der eigentliche Grund, warum du eine Sprache nicht lernst, Motivationsmangel ist! Frag dich also, warum du die Sprache gerne lernen möchtest, und führ dir diese Gründe immer wieder vor Augen und dann… hab Spaß beim Lernen und Sprechen!

Dir fällt keine Ausrede mehr ein?

Fang noch heute mit dem Lernen an