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Du leidest an Redeangst? Diese 6 Tipps können helfen

Redeangst packt uns alle, wenn wir uns in einer kniffligen oder außergewöhnlichen Gesprächssituation wiederfinden. Um dieser Angst vor dem Reden zu entgehen, haben wir hilfreiche Tipps gesammelt – für Muttersprache und neue Sprache zugleich!
Artikel Von Jutta Naumann
Du leidest an Redeangst? Diese 6 Tipps können helfen

Redeangst kommt immer in den unpassendsten Situationen – kennst du das auch? Der kalte Schweiß steht dir auf der Stirn, deine Kehle ist wie ausgetrocknet und deine Hände zittern. Eigentlich solltest du locker einen Vortrag vor deinen Kollegen halten, aber die Angst, in der Öffentlichkeit zu sprechen, lähmt dich. Eine solche Redeangst kann unterschiedliche Ursachen haben. Meistens ist es die Angst zu versagen, sich zu blamieren oder von anderen ausgelacht zu werden. Du fürchtest, dass du während des Sprechens anfängst zu zittern, dass du dich vor Nervosität versprichst und verhaspelst oder dass du einen kompletten Blackout hast.

Wenn du eine neue Sprache lernst, kämpfst du vielleicht mit ähnlichen Sorgen – vor allem im Gespräch mit Muttersprachler:innen! Fleißig hast du Vokabeln geübt und die Grammatik gelernt, doch dann im entscheidenden Moment verlässt dich der Mut und es fehlen dir die Worte.

Aber du hast die Hoffnung auf ein angeregtes Gespräch in deiner neuen Sprache noch nicht aufgegeben? Bravo! Nur Mut! Die folgenden Tipps sollen dir helfen, deine Redeangst in den Griff zu bekommen.

1. Tipp gegen Redeangst: Bereite dich vor

Begib dich gedanklich in die Gesprächssituation und überleg dir, was du sagen möchtest. Stell dir beispielsweise vor, du möchtest im Café etwas bestellen. Leg dir im Kopf die Sätze zurecht und sprich sie ein paar Mal gedanklich durch. Das gibt dir Sicherheit und du kannst so einem befürchteten Blackout entgegen steuern.

Babbel kann dich dabei übrigens unterstützen: Du lernst nicht nur das nötige Vokabular und die Grammatik für unterschiedliche Alltags- und Lebenssituationen, sondern übst mithilfe von Dialogen gezielt die Anwendung des Gelernten. So kannst du dich optimal auf den Einsatz deiner neuen Sprache vorbereiten.

2. Tipp: Versetz dich in die Lage der anderen

Sicher bist du auch schon einmal von jemandem angesprochen worden, der nicht perfekt Deutsch spricht. Wie war deine Reaktion? Hast du über die Fehler die Nase gerümpft und dich über sie oder ihn lustig gemacht, weil die Artikel nicht stimmten oder der Akzent zu stark war? Mit Sicherheit nicht! Im Gegenteil, du warst wahrscheinlich besonders aufmerksam und zugewandt und hast dein Gegenüber vielleicht sogar heimlich für seinen Mut bewundert, sich in einer neuen Sprache auszudrücken.

Denke an dein eigenes Verhalten, wenn dich die Redeangst packt. Dir wird es bestimmt ähnlich ergehen, wenn du die ersten Worte in der neuen Sprache an Muttersprachler:innen richtest: Überwiegend fallen die Reaktionen positiv aus. Als Muttersprachler:in erwartet man ja gar nicht das fehlerfreie Sprechen vom Lernenden! Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du eine Sprache nicht perfekt beherrschen musst, um verstanden zu werden.

Redeangst Tipps

3. Tipp: Such dir eine:n vertraute:n Gesprächspartner:in

Um regelmäßig das Sprechen in einer anderen Sprache zu üben, fängst du am besten im kleinen Rahmen mit einer Person an, der du vertrauen kannst. Idealerweise schilderst du deine Unsicherheiten im Vorfeld. So könnt ihr gemeinsam vorab klären, wie sich dein Gegenüber verhalten kann, um dir zu helfen: Möchtest du während des Gesprächs auf sprachliche Fehler hingewiesen werden, um sie zu korrigieren? Oder empfindest du das eher als störend und ziehst es vor, am Ende des Gesprächs eine Rückmeldung zu erhalten? 

Wofür du dich auch entscheidest, denke immer daran: Um eine neue Sprache zu lernen, ist es richtig und wichtig Fehler zu machen. Wenn du einen Fehler machst, reflektierst du ihn (allein oder mit der Hilfe anderer) und korrigierst dich: Das ist ein toller Lernprozess. Im Gehirn werden Verknüpfungen hergestellt, die es dir erlauben, dass du dich beim nächsten Mal eher daran erinnerst.

4. Tipp: Erstell dir einen Spickzettel gegen die Redeangst

Du hast eine:n geeignete:n Gesprächspartner:in gefunden, aber jetzt weißt du gar nicht, über was du sprechen sollst? Am besten überlegst du dir im Vorfeld ein paar Themen, die dich interessieren und über die du mit deinen aktuellen Sprachkenntnissen reden kannst. Schreib dir auf, was du alles dazu sagen kannst und was du dein Gegenüber fragen könntest. Vielleicht schlägst du auch ein paar Wörter nach, die du noch nicht kennst. Erstelle dir daraus einen Spickzettel mit interessanten Themen, nützlichen Wörtern und ganzen Sätzen oder Redewendungen. Dann zückst du im Notfall diesen Spickzettel und erinnerst dich daran, über was du bereits sprechen kannst.

5. Tipp gegen Redeangst: Leg dir ein paar Standardsätze zurecht

Es gibt ein paar Standardsätze, die du benutzen kannst, wenn du etwas nicht verstanden hast oder beim Sprechen nicht weiter weißt. Wenn du beispielsweise Englisch als Fremdsprache lernst, könnten diese drei Sätze ganz hilfreich sein:

  • I ‘m sorry, I don’t understand. – „Entschuldigung, ich verstehe nicht.“
  • Can you repeat that, please? – „Kannst du/Können Sie das bitte wiederholen?“
  • Can you speak more slowly, please? „Kannst du/Können Sie bitte etwas langsamer sprechen?“

Du kannst die Sätze auswendig lernen oder sie auf deinen Spickzettel schreiben. So hast du sie immer parat.

Übung macht den Meister

6. Tipp: Übung macht den/die Meister:in

Es ist wie mit allen Fähigkeiten, die du dir im Leben aneignest. Erst durch regelmäßige Übung verbesserst du dein Können. Das ist mit Sport vergleichbar: So wie unser Körper durch regelmäßiges Fitnesstraining Muskeln aufbaut, kannst du auch dein Gehirn durch mentales Training kräftigen. Vielleicht hast du am Anfang „Muskelkater“, aber wie beim Sport, wird es dir mit der Zeit immer leichter fallen. Hast du dich erst einmal getraut, in der neuen Sprache zu sprechen, wird es beim nächsten Mal schon viel einfacher sein. Je öfter du in verschiedenen Situationen übst, desto selbstsicherer wirst du und desto routinierter wird dein Sprachgebrauch. Du gewinnst immer mehr Vertrauen in deine Fähigkeiten.

Du bist dabei, eine neue Sprache zu lernen und das allein ist schon ziemlich toll. Niemand erwartet von dir, dass du sie perfekt sprichst. Halte dich an diese Tipps und du bist auf dem besten Weg eine Quasselstrippe in deiner neuen Sprache zu werden!


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Jutta Naumann
Jutta Naumann ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur zog es sie nach Madrid, Spanien, wo sie ein Jahr als Kindermädchen arbeitete, sich in das Land, die Bewohner und vor allem in die Sprache verliebte. Zurück in Deutschland studierte sie Spanische und Englische Philologie sowie Literaturwissenschaften an der Uni Potsdam. Heute lebt sie in Berlin, arbeitet bei Babbel und schreibt, wenn sie nicht gerade in der spanischsprachigen Welt unterwegs ist, über die Höhen und Tiefen beim Erlernen einer Fremdsprache.
Jutta Naumann ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur zog es sie nach Madrid, Spanien, wo sie ein Jahr als Kindermädchen arbeitete, sich in das Land, die Bewohner und vor allem in die Sprache verliebte. Zurück in Deutschland studierte sie Spanische und Englische Philologie sowie Literaturwissenschaften an der Uni Potsdam. Heute lebt sie in Berlin, arbeitet bei Babbel und schreibt, wenn sie nicht gerade in der spanischsprachigen Welt unterwegs ist, über die Höhen und Tiefen beim Erlernen einer Fremdsprache.

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