Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

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Dieses Jahr nehme ich mir vor, meine 16. Sprache zu lernen

Seit seinem achten Lebensjahr lernt Michael Youlden zusammen mit seinem Zwillingsbruder Matthew Sprachen – über ein Dutzend sind es bereits. Wenn du dich also entschlossen hast, eine Fremdsprache zu lernen und ein paar Tipps brauchst, wie man es schafft, beim Sprachenlernen am Ball zu bleiben, dann bist du bei Michael an der richtigen Adresse.

Artikel von: Michael Youlden

Ein beginnendes Jahr bringt frische Ideen und neuen Antrieb mit sich. Ob es darum geht, für die Reise deines Lebens zu sparen, endlich die verstaubten Umzugskisten auszupacken und das Gästezimmer einzurichten oder dich mal ordentlich hinter Italienisch zu klemmen – der erste Januar ist der beste Zeitpunkt dafür, zu entscheiden, was das Jahr 2016 für dich bereithalten soll. Ich etwa habe den Vorsatz gefasst, Kornisch und Bengalisch zu lernen, und werde auch die beiden Sprachen, die ich jetzt gerade lerne – Ungarisch und Albanisch –, weiter perfektionieren. Ich freue mich schon jetzt darauf, nach Silvester in das erste von zwei Büchern einzutauchen, die ich mir bereits über das Kornische zugelegt habe: Kernewek mar plek! (was übersetzt „Kornisch, bitte!“ bedeutet), und darauf, mich in das deutsche Bengalisch-Buch mit dem Titel Lehrbuch des Bengalischen zu vertiefen. Natürlich muss man mit guten Vorsätzen nicht unbedingt im Januar starten, aber ich bin davon überzeugt, dass man einen gewissen psychologischen Vorteil hat, wenn man zu Jahresbeginn mit dem Umsetzen von Entschlüssen beginnt. Dir auf solche Weise Ziele zu setzen, gibt dir die Möglichkeit, deinen Fortschritt zu messen. Ende März will ich Kapitel zwanzig von Kernewek mar plek! abgeschlossen haben, so dass ich hoffe, im Schnitt knapp sieben Kapitel pro Monat durchackern zu können.

Neujahrsvorsätze sind natürlich berüchtigt dafür, selten eingehalten zu werden. Schon nach ein paar Wochen zu- und wieder abnehmender Hingabe sind sie oft verworfen und vergessen, während die Scham über die eigene fehlende Entschlossenheit und mangelnden Fleiß an einem nagt. Das ist mir selbst auch schon passiert und ich denke, so ist es uns allen schon einmal ergangen. Wie dem auch sei, selbst wenn ich mir in der Vergangenheit im Januar keine guten Vorsätze gesetzt haben mag, finde ich trotzdem, dass es absolut unentbehrlich ist, sich einen groben Plan zu machen, wie vage auch immer er sei. Also, hol deinen Terminplaner heraus – den, den du ganz unten in deinem Weihnachtsstrumpf gefunden hast – und setze die Tageszeiten fest, an denen du höchstwahrscheinlich Zeit zum Lernen haben wirst. Konzentriere dich auf die Aufgaben, die zu erledigen sind und setze dir erreichbare Ziele: Notiere dir also nicht zwei Stunden zum Spanischlernen an einem Mittwochabend, wenn du schon vorher weißt, dass du eigentlich höchstens eine halbe Stunde Zeit haben wirst. Das Erfolgsgeheimnis heißt: in kurzen, aber effektiven Abschnitten lernen – und das regelmäßig.

Viele von euch werden ihre guten Vorsätze für das neue Jahr schon festgelegt haben und ich bin mir sicher, dass sich einige vorgenommen haben, eine Fremdsprache zu lernen. Andere fragen sich vielleicht, welche Sprache sie lernen sollen: oft hört man Leute sagen „du solltest unbedingt Chinesisch lernen, damit sicherst du dir eine Arbeit für den Rest deines Lebens“, oder „lern Spanisch, denn das spricht man heutzutage wirklich überall“, aber meiner Meinung nach gibt es keine bestimmte Sprache, die man lernen sollte. Ich wähle meine Sprachen fast immer nach Interesse und Neugier aus: Kornisch weist Ähnlichkeiten mit dem irischen Gälisch auf, einer meiner Muttersprachen, und gemeinsam mit dem Bretonischen stellt es eine Sprache dar, die mich seit langer Zeit fasziniert. So wie das Irische ist es eine sehr alte Sprache, und sie hat in den letzten Jahren eine Wiederbelebung erfahren. Es heißt, dass der letzte Muttersprachler Ende des 18. Jahrhunderts verstorben sei, doch die Sprache hat in verschiedenen Formen und Varianten überlebt. Die Videoclips von Cornish Oafs, zwei jungen Männern, die auf Youtube Kornisch lehren, haben mir Appetit auf mehr Kernewek gemacht. Das Internet hat sich zu einer erstaunlichen Quelle für Sprachenlerner entwickelt: Online-Wörterbücher, Video-Tutorien, Foren und ausgereifte Kurse machen es leichter als je zuvor, mit dem Lernen jeglicher Wunschsprache zu beginnen. Interaktives, selbst gesteuertes Sprachenlernen hat sich in Riesenschritten weiterentwickelt, seit mein Bruder und ich uns selbst Portugiesisch beigebracht haben.

Was das Bengalische betrifft, wird es neben dem Hebräischen meine erste Sprache sein, die außerhalb Europas gesprochen wird – auch wenn es sich um eine indogermanische Sprache handelt. Das bedeutet, ein völlig neues Schriftsystem zu lernen (das am sechsthäufigsten benutzte weltweit). Ich wollte mich schon immer über die Grenzen europäischer Sprachen hinauswagen, und nachdem ich einen Dokumentarfilm über Bangladesh gesehen hatte, habe ich mir gesagt: wann, wenn nicht jetzt!

Die Bücher warten also darauf, geöffnet zu werden, und der CD-Player steht schon bereit. Die technisch Versierten und App-Besessenen unter uns werden sich über die Nachricht freuen, dass Sprachenlernern heute mehr interaktive Tools denn je zur Verfügung stehen. Welche Methode du dir auch immer aussuchst, nimm dir die oben genannten Tipps zu Hilfe, um an deinen Zielen festzuhalten. 2016, du kannst kommen!

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