Was ist eigentlich aus deinem Neujahrsvorsatz geworden?

Hast du deine Neujahrsvorsätze schon aus den Augen verloren? Keine Sorge, es ist noch nicht zu spät, sich mal selbst gehörig in den Hintern zu treten.
04/01/2020
Was ist eigentlich aus deinem Neujahrsvorsatz geworden?

Hi, ich bins, dein schlechtes Gewissen. Ich bin dafür verantwortlich, dass du auf diesen Artikel über Neujahrsvorsätze geklickt hast. Vielleicht wolltest du dieses Jahr etwas gesünder leben, die eine oder andere schlechte Gewohnheit ablegen oder eine neue Sprache lernen.

Und, was ist daraus geworden? Nicht besonders viel? Keine Sorge. Nur, weil du deinen Neujahrsvorsatz vergessen hast, muss das nicht so bleiben. Wir helfen dir mit ein bisschen Motivation wieder auf die Sprünge.

1. Neujahrsvorsätze kann man nicht nur zu Neujahr fassen

Okay, du hast also deinen Neujahrsvorsatz aus den Augen verloren. Egal, mach dir einen Geburtstagsvorsatz draus. Einen Ostervorsatz. Einen an einem ganz zufälligen Tag habe ich beschlossen, mein Leben zum Besseren zu ändern-Vorsatz.

2. Die Zeit, die du darauf verwendest, dich vor deinem Vorsatz zu drücken, hättest du auch daran arbeiten können

Die zehn Zwei-Minuten-Videos, die du gerade auf Facebook geschaut hast, machen schon mal 20 Minuten. Da hättest du auch ein paar Vokabeln lernen, dich zu einem kurzen Workout aufraffen oder ein Gedicht schreiben können. Vor vielen Aufgaben drücken wir uns länger, als wir tatsächlich damit beschäftigt sind. Schluss damit!

Was ist eigentlich aus deinem Neujahrsvorsatz geworden?

3. An dir zu arbeiten, ist schwer. Mit dir unzufrieden zu sein, ist schwerer

Es ist einfacher, dich nicht aus deinem Gewohnheitstrott zu begeben, als an dir zu arbeiten – so viel geben wir zu. Aber ist es auch einfach, dich vor deinen Freunden zu erklären, weil du das Rauchen doch nicht aufgegeben hast? Im jährlichen Dänemark-Urlaub schon wieder wortlos dazustehen, weil du keine Anstrengungen unternommen hast, die Sprache zu lernen? Alles, was du tust oder bleiben lässt, musst du vor allem vor dir selbst rechtfertigen. Das Gefühl, nicht alles gegeben zu haben, wird dir mehr weh tun als der Muskelkater am nächsten Morgen.

4. Du bist noch nicht am Ziel. Aber du bist näher dran, als du es gestern warst

Wir verstehen dich: Es ist schwer, dich aufzuraffen und dein Leben zu verändern. Also mach dich nicht kaputt. Setze dir kleine Ziele. Wenn du mit Joggen anfängst, kannst du stolz sein, wenn du fünf Minuten mehr als in der Woche zuvor gelaufen bist. Vergleichst du dich dagegen mit einem Marathonläufer, wirst du schnell unzufrieden werden. Also geh es langsam an: Schritt für Schritt voranzugehen, führt zum Ziel. Aufgeben und Stillstand bringen dagegen gar nichts!

5. Jemand, der mehr zu tun hat als du, setzt trotzdem gerade seinen Neujahrsvorsatz um

Wir haben alle 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Wie können manche Menschen also eine Sprache lernen, Sport machen, Vollzeit arbeiten, eine Familie haben und trotzdem ihren gesunden Schlaf bekommen? Das Zauberwort heißt: Prioritäten setzen. Überlege dir, wie du Aktivitäten, mit denen du deinem Neujahrsvorsatz näher kommst, in deinem Tagesplan unterbringen kannst. Wenn du zum Beispiel mehr Zeit mit deinem Partner verbringen, eine neue Sprache lernen und gesünder kochen wolltest, dann kocht doch einfach gemeinsam eine vollwertige Mahlzeit und fragt euch dabei gegenseitig Spanischvokabeln ab – was spricht dagegen, dir deine Zeit effektiv einzuteilen?

6. In einem Jahr wirst du froh sein, dass du heute nicht aufgegeben hast ✨

Denk darüber nach, warum du deinen Neujahrsvorsatz gefasst hast. Wahrscheinlich wolltest du endlich ein lang ersehntes Ziel erreichen. Vergiss vor lauter Alltäglichkeit nicht deine Träume. Wie cool wäre es, in einem Jahr tatsächlich auf dein veröffentlichtes Buch zu schauen oder dich mit deinem Nachbarn auf Polnisch unterhalten zu können?

In einem Jahr wirst du froh sein, dass du heute nicht aufgegeben hast

7. Wenn dir die Ausreden ausgehen, treten Resultate an deren Stelle

Egal, ob du Shia LaBeouf kennst oder für ein gutes Vorbild hältst (wenn ja, denken wir uns dann einfach unseren Teil #judgingyou 😒 ), in einer Sache hatte er aber ziemlich sicher recht: Just do it. Tu es einfach. Keine Ausreden mehr.

Sei stärker als deine Ausreden – fang noch heute an, eine neue Sprache zu lernen
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Katrin Sperling
Katrin Sperling ist in Potsdam geboren und aufgewachsen und hat nach dem Abitur ein Jahr in Toronto, Kanada verbracht. Weil ihr Hogwarts-Brief zu ihrem 20. Geburtstag im Jahr 2011 immer noch nicht angekommen war, musste sie schließlich die Realität akzeptieren und studierte Englische und Deutsche Linguistik in Berlin. Zum Glück erwies sich die Linguistik als genauso magisch, weswegen Katrin sehr glücklich ist, jetzt für das Babbel Magazin über Sprachen zu schreiben.
Katrin Sperling ist in Potsdam geboren und aufgewachsen und hat nach dem Abitur ein Jahr in Toronto, Kanada verbracht. Weil ihr Hogwarts-Brief zu ihrem 20. Geburtstag im Jahr 2011 immer noch nicht angekommen war, musste sie schließlich die Realität akzeptieren und studierte Englische und Deutsche Linguistik in Berlin. Zum Glück erwies sich die Linguistik als genauso magisch, weswegen Katrin sehr glücklich ist, jetzt für das Babbel Magazin über Sprachen zu schreiben.

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