Warum Ermutigung und positives Feedback der Schlüssel zum erfolgreichen Sprachenlernen sind

Hast du dich jemals gefragt, warum deine Lehrkräfte immer so viel Wert darauf legten, dich für gute Arbeit zu loben? Wir haben uns mit zwei unserer Lernexperten zusammengesetzt, um in die Psychologie hinter dieser positiven Bestätigung einzutauchen und um zu erfahren, wie sie diese Prinzipien in einer E-Learning-Umgebung nachbilden.
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ARTIKEL VON Claire Larkin
Warum Ermutigung und positives Feedback der Schlüssel zum erfolgreichen Sprachenlernen sind

Wenn du an deine Schulzeit zurückdenkst, kannst du dich sicher daran erinnern, dass viele Lehrkräfte ein „Gut gemacht!“ unter Aufgabenblätter kritzelten und fleißige Schülerinnen und Schüler lobten. Vor allem im Sprachunterricht kann ein enthusiastisches ¡Muy bien! oder Great job! darüber entscheiden, ob man sich fühlt, als würde man Fortschritte machen, oder als hätte man Aussprache oder Grammatik gerade komplett vergeigt. 

Um herauszufinden, warum positives Feedback ein solch wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses ist, habe ich mich mit zwei Lernexperten von Babbel zusammengesetzt: Héctor Hernández aus dem Didactics-Team und Tara Musich aus dem Instructional-Design-Team. Schauen wir uns also an, was die beiden zur Psychologie der Ermutigung und zu deren praktischer Anwendung in der Babbel-App gesagt haben. 

Die Psychologie der Ermutigung

Mit mehr als zwei Jahrzehnten Lehrerfahrung haben Héctor und Tara mittlerweile ein klares Bild von der Rolle, die Ermutigung im Unterricht spielt.  

Beide heben immer wieder den zentralen Gewinn von positivem Feedback hervor: Motivation. „Positives Feedback ist eine Form der Ermutigung, die Lernenden dabei hilft, an ihren Bemühungen dranzubleiben, und ihnen vermittelt, dass sie Fortschritte machen. Dadurch wird es zu einem wirkungsvollen Motivationsinstrument“, so Héctor.

Es gibt viele Gründe und Motivationen, warum Menschen anfangen, eine neue Sprache zu lernen. Vielleicht ziehst du ins Ausland und willst die Sprache vor Ort beherrschen, oder du brauchst ein bestimmtes Sprachniveau für einen angestrebten Abschluss. Diese Gründe fallen in die Kategorie extrinsische Motivation, da es Faktoren sind, die außerhalb des Lernenden selbst liegen.

Dem gegenüber steht die intrinsische Motivation, die von deinen eigenen Interessen getrieben wird, wie zum Beispiel die Sprache der Verwandten oder des Partners zu lernen. Laut unseren Experten (und zahlreichen Studien) steigert Lob die intrinsische Motivation der Lernenden. Aber warum ist das wichtig für den Lernprozess? 

Tara erklärt: „Die Forschung zeigt, dass intrinsisch motivierte Lernende weniger wahrscheinlich Auffrischerkurse und intensive Wiederholung brauchen, weil sie neue Informationen und Konzepte besser behalten. Auch geben sie sich tendenziell mehr Mühe bei den einzelnen Übungen und lernen so lange weiter, bis sie eine Aufgabe erfolgreich abschließen. Außerdem konnte gezeigt werden, dass sie wahrscheinlich lebenslang weiterlernen, auch außerhalb des Unterrichts und weit über externe Antriebsfaktoren wie Noten und Abschlüsse hinaus.“ 

Das stellt einen immensen Vorteil bei die Bewältigung jeder Herausforderung und in jedem Lernumfeld dar, aber beim Sprachenlernen ist dies ganz besonders nützlich. Das Beste (und Herausforderndste) am Lernen einer neuen Sprache ist, dass dadurch neue Verbindungen in deinem Gehirn geknüpft werden – und diese Neustrukturierung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.  Héctor meint dazu: „Je nachdem wie ehrgeizig deine Ziele sind, kann Sprachenlernen ein langer Prozess sein. Dieser Prozess erstreckt sich über verschiedene Bereiche deines Lebens und geht über den Sprachunterricht hinaus. Er ist verläuft nicht linear und gleichmäßig, sondern eher steil und holprig. Aber mit den richtigen Werkzeugen zur Selbstmotivation und deren Aufrechterhaltung verläuft der Lernprozess gleichmäßiger.“ 

Sprachenlernen: Wie Babbel die Prinzipien der Ermutigung integriert

Nun wissen wir, warum positives Feedback und Motivation so wichtig für deine Sprachlernreise sind. Aber wie integriert Babbel dieses Wissen in unser Produkt? Praktischerweise arbeiten Tara und Héctor in zwei verschiedenen Teams in der Produktabteilung von Babbel, so können sie etwas über die verschiedenen Herangehensweisen erzählen, mit denen unsere Expertinnen und Experten diese wissenschaftlichen Prinzipien umsetzen. 

Tara arbeitet im Instructional-Design-Team, das andere Teams hinzuzieht, um bewährte Lehr- und Lernmethoden optimal im Produkt umzusetzen. Ihr Team arbeitete mit anderen Produktteams zusammen, um weitere Möglichkeiten zu entwickeln, wie Lernende bei ihrem Fortschritt mit der Babbel-App ermutigt und motiviert werden können. 

„Ermutigung in der App wurde deshalb ein Thema, weil Lernende wissen wollten, ob sie auf dem richtigen Weg sind, und sie wollten motiviert werden, auch weiterhin dabeizubleiben“, erklärt Tara. Sie merkt an, dass der Entwicklungsprozess dieser Funktion ähnlich ablief wie bei der Einführung anderer Produktfunktionen: „Wir konzentrieren uns zuerst auf spezifische Nutzerprobleme und die verschiedenen Aspekte, die damit zusammenhängen. Als nächstes haben wir jede Menge Spaß dabei, die besten – und schlechtesten – Ideen zusammenzutragen, die eine mögliche Lösung versprechen. Daraus wählen wir dann die beste aus. Wir entwickeln einen Prototyp, testen ihn mit einigen Nutzenden und optimieren die Funktion nochmals entsprechend, bevor wir sie für alle Babbel-Lernenden zugänglich machen.“ 

Währenddessen arbeitet Héctor im Editorenteam der Didactics-Abteilung. Hier werden die verschiedenen Lektionen erstellt und perfekt auf die jeweilige Ausgangssprache der Lernenden zugeschnitten. Bei Umsetzung von positivem Feedback haben sie eine etwas andere Rolle, so Héctor:  „Die Sprachlernexpertinnen und -experten von Babbel sind nicht nur Spezialisten für ihr jeweiliges Gebiet, sondern auch alle leidenschaftliche Sprachenlernende. Das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt, weil uns die Probleme, die Lernende üblicherweise haben, bewusst sein müssen. Bei der Entwicklung unserer Inhalte achten wir darauf, unseren Lernenden immer positives Feedback zu geben, indem wir in allen Lektionen einen ermutigenden Tonfall gebrauchen.“ 

Diese neuen Motivationsfaktoren für unsere Lernenden sind ein weiteres Beispiel dafür, wie wir uns auf die Expertise unseres Teams – und unserer engagierten Lernercommunity – stützen, um die Lernerfahrung noch motivierender, effektiver, sinnvoller und bereichernder zu machen.

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