Türkisch

Mögliche Gründe, um Türkisch zu lernen

Türkisch, das von 70 Millionen Menschen gesprochen wird, ist in Deutschland die häufigste fremdsprachliche Muttersprache. Türkisch sprechen ist hilfreich, um die Kultur unserer türkischen Nachbarn und Freunde nachempfinden zu können. Lehrer und Schüler finden mit Türkischkenntnissen besseren Zugang zu Türkisch sprechenden Klassenkameraden. Besitzen Mitglieder einer Familie unterschiedliche Muttersprachen, so ist es ohnehin naheliegend, sich mit der türkischen Sprache intensiv zu befassen. Aber auch türkischstämmige Einwohner Deutschlands, die zweisprachig aufgewachsen sind, sollten ihre türkischen Sprachkenntnisse erhalten und sorgfältig pflegen.

Nicht nur in bedeutenden türkischen Gemeinschaften wie in Berlin-Kreuzberg oder Berlin-Neukölln, sondern überall in der Bundesrepublik lassen sich mit Hilfe der türkischen Sprache viele neue Kontakte knüpfen. Während einer Reise an die türkischen Mittelmeer- oder Schwarzmeerküsten, nach Istanbul oder Ankara hilft Türkisch sprechen beim Kennenlernen von Land und Leuten. Das bis zum Jahr 2050 prognostizierte Bevölkerungswachstum in der Türkei auf mehr als 100 Millionen Menschen zeigt die steigende Bedeutung der türkischen Sprache. Die Türkei ist in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht eine zunehmend wichtige Regionalmacht, die eine Brückenfunktion zwischen Europa und Asien sowie zwischen westlich geprägter Welt und Islam einnimmt. Die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der interessanten türkischen Kultur und der Geschichte der Turkvölker wird durch Türkisch sprechen wesentlich erleichtert.

Besonderheiten der Sprache und ihre Geschichte

Türkisch gehört zu den Turksprachen, die bis in den zentralasiatischen Bereich hinein verbreitet sind und gemeinsam mit mongolischen und mandju-tungusischen Sprachen der altaischen Sprachfamilie angehören. Zwischen den Angehörigen verschiedener Turksprachen ist eine Verständigung zumeist problemlos möglich. Nach der Islamisierung der Türken gelangten zahlreiche persische und arabische Wörter in die türkische Sprache. Seit der durch den Staatsgründer Atatürk in den 1920er Jahren initiierten Schriftreform wird das Türkische nicht mehr in arabischen, sondern in lateinischen Buchstaben geschrieben. Außerdem wurden etliche der persisch-arabischen Wörter durch türkisches Vokabular ersetzt. Eine Besonderheit des Türkischen ist die Verwendung von vielen Endungen, weshalb die Sprache auch als „agglutinierend“ („verklumpend“) bezeichnet wird. Substantive weisen kein Geschlecht auf, sondern sind neutral. Die türkische Sprache zeichnet sich ferner durch eine starke Regelmäßigkeit der Grammatik auf, die deshalb leicht erlernbar ist.

Die Verbreitung der türkischen Sprache in Deutschland

Nachdem im Jahr 1961 ein türkisch-deutsches Arbeitskräfteabkommen geschlossen wurde, verlegten viele türkische Staatsangehörige ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland. Nachdem 1945 nur 45 und 1961 6.800 türkische Staatsbürger in Deutschland wohnten, wuchs ihre Zahl bis 1999 auf über 2 Millionen und ging bis zum Jahr 2011 wieder auf 1,6 Millionen zurück. Diese rückläufige Entwicklung ist vor allem auf Hunderttausende von Einbürgerungen seit Mitte der 1990er Jahre und außerdem auch auf zurückgehende Zuwanderungen nach Deutschland und einige Rückwanderungen zurückzuführen. Von den etwa 2,5 Millionen türkischstämmigen Mitbewohnern in Deutschland leben nur 0,8 % in den Neuen Bundesländern. Mehr als ein Drittel von ihnen (ungefähr 840.000) ist in Nordrhein-Westfalen zuhause, ein Sechstel (430.000) in Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern (320.000) und Hessen (240.000). Den größten Anteil an der Gesamtbevölkerung haben türkischstämmige Einwohner allerdings mit 6,2 % in Bremen (40.000) und in Berlin mit 5,4 % (185.000), während ihr Anteil in Niedersachsen (170.000) 2,2 %, in Schleswig-Holstein (55.000) und im Saarland (20.000) nur 1,9 % und in den Neuen Bundesländern 0,2 % beträgt.

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