Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

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Wie du Englisch, Spanisch, Französisch und jede andere Sprache allein lernen kannst – 7 Tipps

Sprachen lernen ohne Lehrer ist nicht ganz einfach – diese sieben Tipps helfen dir dabei, fokussiert zu bleiben und das autodidaktische Lernen in die richtigen Bahnen zu lenken.

Artikel von: Matthew Youlden

Wenn man viele Sprachen fließend spricht und als Sprachlern-Experte von Babbel unterwegs ist, bekommt man natürlich unzählige Fragen zum Thema Sprachenlernen gestellt: „Warum hast du so viele Sprachen gelernt?“, „Ach wirklich, nur so zum Spaß?“ oder „Und warum ausgerechnet …?“ sind nur einige davon. Natürlich zielen viele der Fragen darauf ab, wie ich Sprachen lerne. Da die Komplexität von Sprache hier auf die Komplexität von Lernprozessen trifft, kann die Antwort natürlich keine kurze sein. Darum konzentriere ich mich in an dieser Stelle darauf, wie man am besten allein Sprachen lernen kann.

Wenn du nun ein wenig verwirrt bist, hast du selbstverständlich Recht: Das Endziel von Sprachen ist schließlich die Interaktion mit anderen Menschen! Aus diesem Grund solltest du dich während des Lernens möglichst auch unter Leuten bewegen, die deine Zielsprache sprechen. Allein zu lernen ist jedoch genauso wichtig. Man braucht Zeit und Ruhe, um die Grammatik zu verstehen und die Vokabeln zu lernen, bevor sie in der echten Welt angewendet werden können.

Und wie kannst du so effektiv wie möglich lernen? Die Antwort ist, dass du deine Freizeit neu definieren musst.

Für viele von uns bedeutet Freizeit nicht mehr, sich von den körperlichen Anstrengungen einer Woche zu erholen. Stattdessen verbringen wir die Woche über 40 Stunden im Büro, was bedeutet, dass wir in unserer Freizeit aktiv und involviert sein wollen: Sport machen und fit bleiben oder anderweitig an uns selbst arbeiten. Mit technologischem Fortschritt antworten mehr und mehr Unternehmen und Produkte auf den Wunsch, fit zu bleiben – sowohl geistig als auch körperlich. Wie kann ich inmitten all dieser stetig wandelnden Anforderungen und Angebote die effektivsten und nachhaltigsten Effekte erzielen?

Hier sind sieben Tipps, die ich immer befolge:

1. Mach einen Plan (und halte dich daran): Geh sicher, dass du weißt, wann (und warum!) du lernst. Mach es nicht zu kompliziert, sondern umsetzbar.

Richte dir jeden Tag Zeit zum Lernen ein – sogar, wenn es nur zehn Minuten morgens, zehn nachmittags und zehn vorm Schlafengehen sind. Gerade am Anfang wird es dir vielleicht etwas langweilig erscheinen, dir einen Plan zu machen, statt dich voller Energie auf die Sprache zu stürzen und mit dem Lernen anzufangen. Aber wenn du deinen Prozess planst, wirst du einen Haufen Nerven und Geld sparen und wichtige Meilensteine und potentielle Belohnungen planen können.

2. Erkenne potentielle Zeitfenster und nutze deine Zeit zum Lernen: Sogar deine Kaffeepause/dein Nickerchen/deine Wartezeit kann gut in eine Lerneinheit verwandelt werden!

Oft merken wir gar nicht, dass wir eigentlich mehr Freizeit haben, als wir glauben. Wir sagen Sachen wie: „Ich habe schon so viel zu tun. Wie kann ich da noch die Zeit zum Lernen finden?“ Aber auch in den vollsten Zeitplänen lassen sich vergeudete Minuten finden, die du stattdessen in deine Zielsprache investieren kannst. Du musst nicht sechs Stunden am Tag unter einer hellen Schreibtischlampe Grammatikbücher wälzen. Die Intensität deines Lernplans kann zu- und abnehmen. Sei flexibel, mach dir klar, wie viel Zeit du wirklich zur Verfügung hast, und passe sie an deine Lernziele an.

3. Regelmäßigkeit: Jeden Tag zu lernen (sogar nur ein bisschen) hilft dir, die Sprache in deinen Alltag zu integrieren und sie zu behalten.

Geh sicher, dass du jeden Tag etwas Zeit in das Lernen investierst. Das ist ein wirklich wichtiger Punkt: Nicht nur wirst du jeden Tag ein Erfolgserlebnis haben, sondern du wirst auch besser behalten, was du gelernt hast. Wenn du am Montag zehn neue Wörter lernst, sie am Dienstag für ein paar Minuten wiederholst und dann noch zehn neue Wörter lernst, und diese am Mittwoch wiederholst… dann werden sich die Informationen langsam, aber sicher in deinem Kopf festsetzen und du wirst dich sehr viel wohler fühlen, wenn du sie verwendest. Lass dich aus dieser Routine nicht herausbringen! Selbst, wenn es nur eine Lektion beim Frühstück ist oder ein Podcast auf dem Weg zur Arbeit: Eine Verbindung zur Sprache aufrechtzuerhalten ist unerlässlich!

4. Es muss Spaß machen: Lass Demotivation und Entmutigung erst gar nicht aufkommen, indem du den Lernprozess interessant gestaltest – Bücher, Sport, Filme… einfach alles, was dir einfällt!

Es ist die Vielfalt, die das Leben interessant macht. Du schränkst in deiner Muttersprache nicht ein, wie du Informationen aufnimmst. Warum solltest du es dann in deiner Lernsprache tun? Tauche in die vielfältige Welt deiner Lernsprache ein: Schau dir deine Lieblingssportarten mit fremdsprachigem Kommentar an; hör Musik, Podcasts oder Hörbücher; schau Filme mit Untertiteln, surfe mit der Sprache im Internet… Alles, was du auf Deutsch machen kannst, kannst du auch in einer anderen Sprache machen.

Es ist egal, ob du alles sofort verstehst. Wenn du ein paar Wochen lang deinen Lernprozess mit den oben genannten Aktivitäten unterstützt, wird dein Gehör sensibilisiert werden und manche der Dinge, die du hörst, werden auf einmal Sinn ergeben.

5. Versuch es: Benutz die Sprache, sooft du kannst. Sprich oder schreib mit anderen oder sogar mit dir selbst in deiner Lernsprache.

Wenn du eine Sprache nicht benutzt, dann macht es auch keinen Sinn, sie überhaupt zu lernen. Finde einen Weg, um die Sprache anzuwenden! Selbst, wenn du nur mit dir selbst sprichst, ist das immer noch besser, als gar nicht zu sprechen. Nur Mut, mach ruhig Fehler – das ist egal. Denn das A und O ist, das zu benutzen, was du lernst. Der beste Weg, um Information zu behalten, ist, sie während des Sprechens selbstsicher einzusetzen. Es bringt nichts, die Information nur in deinem Kopf zu haben. Wenn du das, was du lernst, einsetzt, wendest du mehrere Techniken auf einmal an: Sprechen, Hören, sofortiges Feedback zu bekommen (welches übrigens meistens positiv ausfallen wird) und in die Sprache und Kultur einzutauchen. Zwing dich, aus deiner Komfortzone herauszutreten – es wird sich lohnen!

6. Bleib fokussiert: Lass dein endgültiges Lernziel nicht aus den Augen – investiere die Arbeit, glaub an dich selbst und die Resultate werden sich einstellen.

Kehre immer wieder zu deinem ursprünglichen Plan und den Zielen, die du dir gesetzt hast, zurück. Warum lernst du diese Sprache noch mal? Ah, ja, genau, weil du großartig bist. Aber du musst genauso üben wie für alles andere, ob es nun Sport, Musik, ein Hobby oder eine neue Karriere ist. Wenn du die Zeit investierst, wirst du es am Ende können. Je mehr du an dich selbst glaubst, desto fokussierter bleibst du. Und es ist einfach super: Sobald du dein Ziel erreicht hast, wirst du in der Lage sein, eine andere Sprache zu sprechen. Alles wird sich ergeben. Es wird nicht immer einfach sein, aber es lohnt sich immer, weiter in die Zukunft zu schauen!

7. Belohne dich: Erkenne deinen Fortschritt an und verwöhne dich mit einem schicken Abendessen oder einer Wochenendreise, wo du deine hart erarbeiteten Sprachkenntnisse einsetzen kannst!

Es mag ein wenig ausschweifend klingen, aber du verdienst es! Wenn du dich an deinen Plan hältst und auf ein Ziel hinarbeitest, dann ist es gut, sich ab und zu auch mal selbst auf die Schulter zu klopfen. Es bedeutet viel Arbeit und Hingabe, eine Sprache zu lernen! Es kann also hilfreich sein, deine kurzfristigen Ziele mit Belohnungen, die an die Sprache geknüpft sind, zu verbinden und dadurch weiterhin motiviert zu bleiben. Du hast dir deine Sprachkenntnisse mühsam angeeignet, warum solltest du sie also nicht auch genießen?

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