Welche englischsprachigen Länder gibt es?

Wusstest du, dass Englisch die am häufigsten gelernte Sprache der Welt ist? In diesem Artikel erfährst du spannende Fakten über die englische Sprache und die Länder, in denen Englisch gesprochen wird.
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Wo wird Englisch gesprochen?

Eines der wichtigsten Länder, in denen Englisch gesprochen wird, ist Großbritannien. Von hier aus begann die Sprache ihren weltweiten Siegeszug. Besonders in den USA verbreitete sich Englisch schnell und wurde spätestens um 1900 zum Standard. 

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten sich Unterschiede in Wortschatz und Aussprache, sodass man heute oft sofort erkennen kann, wer aus Amerika und wer aus England kommt. Weitab vom Mutterland hat sich in Australien und Neuseeland ein eigener Zweig des Englischen herausgebildet. Diese Länder sind besonders beliebt bei Sprachschüler:innen, die ein Austauschsemester oder Sprachkurse absolvieren möchten. Dabei lässt sich der Unterricht ideal mit Entdeckungsreisen in die Natur kombinieren: der Uluru-Tafelberg und die Kängurus, das Great Barrier Reef und die Gletscherlandschaften des neuseeländischen Nationalparks Mount Cook machen die Region einzigartig. 

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Eine kurze Geschichte des Englischen

Englisch gehört zur germanischen Sprachfamilie. Das bedeutet, dass es zusammen mit Deutsch, Niederländisch, Schwedisch und 43 weiteren lebenden germanischen Sprachen vom Proto-Germanischen abstammt. Wer noch weiter in die Sprachgeschichte zurückgeht, erkennt, dass Englisch eine indoeuropäische Sprache ist und somit zu einer der größten Sprachfamilien der Welt gehört. Die indoeuropäische Sprachfamilie umfasst die meisten Sprachen Europas, die auch heute noch gesprochen werden.

Sprachhistoriker:innen datieren Englisch auf das fünfte Jahrhundert zurück, als die Angelsachsen, ein Sammelvolk germanischer Stämme, in Großbritannien einmarschierten. Die Sprachen dieser Gruppen beeinflussten sich gegenseitig und bildeten das Angelsächsische, auch Altenglisch genannt. Diese früheste Form des Englischen unterscheidet sich stark vom heutigen Englisch, teilt jedoch viele Wörter und Wortwurzeln.

Im Jahr 1066 eroberten die Normannen, eine Bevölkerungsgruppe aus dem heutigen Frankreich, England und brachten eine Variante des Französischen mit. Viele französische Wörter und etwas Latein verschmolzen mit dem Angelsächsischen, wodurch das Mittelenglisch entstand. Die Entwicklung des modernen Englisch wurde insbesondere durch zwei entscheidende Faktoren beeinflusst.

Zunächst ermöglichte der Buchdruck im 16. Jahrhundert die massenweise Verbreitung von Texten, wodurch die Rechtschreibung und Wortwahl erstmals standardisiert wurden. Später führten Kolonialismus und Imperialismus dazu, dass Englisch in immer mehr Ländern verbreitet wurde. Das Vereinigte Königreich zwang seinen Territorien auf der ganzen Welt die Sprache auf, und als die Ära des britischen Kolonialismus zu Ende ging, setzte sich der amerikanische Einfluss fort. So verbreitete sich Englisch auf eine Weise, wie wir sie heute kennen.

In welchen Ländern wird Englisch gesprochen?

Europa:

Vereinigtes Königreich, Irland, Malta

Afrika:

Botswana, Burundi, Eswatini, Gambia, Ghana, Kenia, Lesotho, Liberia, Malawi, Mauritius, Namibia, Nigeria, Ruanda, Sierra Leone, Seychellen, Südafrika, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda, Sambia, Simbabwe

Nordamerika:

Vereinigte Staaten von Amerika, Kanada, Bermuda

Asien:

Indien, Pakistan, Philippinen, Singapur, Brunei

Ozeanien:

Föderierte Staaten von Mikronesien, Cookinseln, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln, Nauru, Niue, Palau, Papua-Neuguinea, Samoa, Salomonen, Tonga, Vanuatu

Karibik:

Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Guyana, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago

Wie viele Menschen auf der Welt sprechen Englisch?

  • Weltweit: ca. 1,45 Milliarden Englischsprechende
  • Muttersprachler:innen: ca. 379 Millionen
  • Englisch ist die am häufigsten erlernte Fremdsprache weltweit

Amerika:

  • USA: 297,4 Mio.
  • Kanada: 31 Mio.
  • Karibik: meist Amtssprache, aber viele sprechen kein Standard-Englisch
  • Süd- und Mittelamerika: ca. 14 Mio., u.a. Argentinien, Kolumbien, Chile, Puerto Rico

Europa:

  • Insgesamt ca. 212 Mio. Englischsprechende
  • UK: 63 Mio. (52,5 Mio. in England & Wales, 5,1 Mio. Schottland, 1,7 Mio. Nordirland)
  • Deutschland: 47 Mio., Frankreich: 26,4 Mio., Italien: 20,7 Mio.
  • Die meisten sind Zweitsprachler:innen

Afrika:

  • Muttersprachler:innen: ca. 7 Mio., insgesamt ca. 237 Mio. Englischsprechende
  • Meist Englischsprechende: Nigeria (111 Mio.), Uganda (29 Mio.), Südafrika (19 Mio.), Kamerun (9,8 Mio.)

Asien:

  • Englisch als Zweit- oder Fremdsprache: ca. 460 Mio.
  • Indien: 265 Mio., Philippinen: 52 Mio., Pakistan: 104 Mio., Bangladesch: 29 Mio.

Ozeanien:

  • Gesamt: über 30 Mio. Englischsprechende
  • Australien: 24,4 Mio., Neuseeland: 4,6 Mio., Papua-Neuguinea: 3,2 Mio., Fidschi: 200.000

Warum lohnt es sich, Englisch zu lernen?

Englisch zu lernen lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Die große Anzahl von Menschen, die Englisch sprechen, macht die Sprache weltweit zur beliebtesten Wahl für eine Zweitsprache. 

Englisch ist in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Medien, Kultur und Unterhaltung allgegenwärtig und fungiert als Lingua franca, also als gemeinsame Kommunikationssprache zwischen Menschen unterschiedlicher Muttersprachen. Wer Englisch beherrscht, hat einen klaren Vorteil im internationalen Austausch, bei Reisen, im Beruf und im Studium. 

Gleichzeitig eröffnet Englisch Zugang zu globalem Wissen, internationalen Netzwerken und kulturellem Austausch. Auch wenn der Status des Englischen manche Menschen bevorzugt, ist unbestreitbar, dass die Sprache ein mächtiges Werkzeug ist, um die Welt besser zu verstehen, sich auszutauschen und neue Möglichkeiten zu erschließen.

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