Welche Fremdsprache passt zu mir? Finde die Antwort darauf!

Wenn du Lust auf eine neue Sprache hast, aber nicht weißt, welche du lernen sollst, dann bist du hier an der richtigen Stelle!
30/11/2018
Welche Fremdsprache passt zu mir? Finde die Antwort darauf!

Sprachenlernen ist ein super Gehirnjogging, hilft dem Selbstvertrauen auf die Sprünge, lindert Stress und macht Spaß. Das weißt du bestimmt schon! Wahrscheinlich bist du drauf und dran, eine neue Sprache für deine eigene Bildung zu lernen und stehst nun vor der Frage: „Welche Fremdsprache passt zu mir?“ Wir haben einige Tipps für dich, wie du die passende Sprache findest!

Welche Fremdsprache passt zu mir? Finde es mit diesen Leitfragen heraus!

1. Lernst du leicht Sprachen?

Wenn du deine Schulzeit in Deutschland erlebt hast, hast du mit Sicherheit Fremdsprachenunterricht gehabt. Fiel dir dieser Unterricht leicht? Dann kannst du dich an komplizierte Sprachen wie Polnisch, Russisch und Sprachen, die nicht eng oder gar nicht mit dem Deutschen verwandt sind – wie zum Beispiel Indonesisch – versuchen.

Wenn du dagegen in der Schule Fremdsprachen nicht so gern gelernt hast, dann wähle Sprachen, die nah mit Deutsch verwandt sind und eine vergleichbar einfache Grammatik haben, wie zum Beispiel Englisch oder Dänisch.

2. Bist du von der Grammatik fasziniert oder geht es dir eher ums Drauflosreden?

Sei dir bei der Wahl deiner Fremdsprache bewusst, dass komplizierte Grammatikstrukturen wie im Türkischen eindeutig etwas für Grammatikverliebte sind. Wenn es dir eher darum geht, schnell zu kommunizieren, egal wie, dann sind Sprachen wie Italienisch oder Portugiesisch vielleicht etwas für dich – hier kannst du notfalls mit den Händen reden!

 

3. Welche sprachen sprichst du schon?

Wenn du neben dem Deutschen schon eine andere Sprache gut sprichst, dann liegt es nahe, eine verwandte Sprache zu lernen – am besten funktioniert das, wenn du dich nicht einfach durcheinander bringen lässt.

Wenn deine Sorge ist, dass du die Vokabeln allzu ähnlicher Sprachen vermischen wirst, kannst du trotzdem von deinen bestehenden Sprachkenntnissen profitieren, indem du schaust, welche Sprachen sich viel von denen geborgt haben, die du schon kennst – oder anders herum. Sagen wir zum Beispiel, dass du Englisch bereits in der Schule gelernt hast. Dann würde sich Französisch gut als deine nächste Lernsprache anbieten. Englisch ist eine germanische Sprache, Französisch dagegen eine romanische. Damit sind sie weit genug auseinander, um sie nicht komplett durcheinander zu bringen. Das Englische hat sich jedoch sehr viel aus dem Französischen geborgt, sodass du von deinem englischen Wortschatz profitieren kannst. Französisch liegt sozusagen in der goldenen Mitte zwischen gar nicht verwandt und Sprachschwestern – eine Sprachcousine sozusagen.

 

4. Wo wohnst du? Kennst du Sprechende bestimmter Sprachen?

Du kannst dich bei deinem Wohnort sowohl am nächsten Nachbarland orientieren als auch an großen Minderheitengruppen, die bei dir in der Gegend wohnen. In Berlin Kreuzberg hast du zum Beispiel viele Chancen, Türkisch immersiv (also durch Eintauchen in die Sprache) zu lernen, während du in Nähe der französischen Grenze wahrscheinlich ganz natürlich in Kontakt mit der französischen Sprache kommst.

Der gleiche Gedankengang gilt für deinen Freundes- und Bekanntenkreis. Vielleicht kennst du Leute, mit denen du dich gut verstehst und die gute Lernpartner für dich wären? Geh vorher nur sicher, dass sie auch Lust auf den Sprachaustausch haben …

 

5. Welche anderen Ressourcen gibt es in der Sprache/für die Sprache/über die Sprache?

Die afrikanischen Khoisansprachen mit Klicklauten sind interessant! Frag dich, wie viele Angebote sich finden lassen, um sie zu lernen! Wenn du wenig Zeit hast, ist es besser für dich, wenn du eine Sprache mit Internetpräsenz vorziehst, für die Sprachkurse konzipiert wurden, sodass du das Material gleich nutzen kannst, ohne es lange suchen zu müssen.

 

6. Wohin reist du gerne? Fühlst du dich mit einer Kultur besonders verbunden?

Wenn du dich in ein bestimmtes Land oder in eine bestimmte Stadt verliebt hast, dann bietet es sich an, die Sprache zu lernen, die dort gesprochen wird! Du wirst dein Lieblingsland noch einmal neu entdecken. Dasselbe gilt für eine Kultur, die du besonders interessant findest. Wenn du sogar überlegst, einmal in ein neues Land zu ziehen, ist es klug von dir, bereits jetzt mit dem Sprachenlernen anzufangen.

 

7. Bist du gefühlsorientiert oder pragmatisch?

Als „praktische“ Sprachen werden meist Sprachen mit vielen Sprechenden oder hohem beruflichen Wert angesehen. Manchmal kann Praktikabilität auch sein, dass du im Urlaub ein Eis auf Italienisch bestellst und prompt eine Extrakugel dafür bekommst! Wenn du so pragmatisch denkst, frage dich, aus welcher neuen Sprache du den meisten Nutzen ziehen kannst.

Umgekehrt kannst du dich auch einer Sprache widmen, die von emotionalem oder sozialem Wert ist. Welche Sprachen haben deine Vorfahren gesprochen oder sprechen entfernte Verwandte? Auch kannst du dich den Sprachlernenden anschließen, die sich Sprachen widmen, die vom Aussterben bedroht sind, um dadurch einzigartiges Kulturgut zu erhalten.

 

8. Willst du neben deiner neuen Sprache auch ein neues Alphabet lernen?

Eine Sprache wie Hebräisch ist grammatisch gesehen einfach, aber um sie zu lesen, musst du ein neues Alphabet lernen – das ist für Alphabetschriften nicht schwer (jedenfalls nicht im Vergleich zu Silbenschriften oder Logografie), aber trotzdem nicht zu unterschätzen!

 

9. Hast du ein gutes Gehör für neue Laute?

Wenn dir schon das englische [th] Schwierigkeiten bereitet, solltest du dich vielleicht auf Sprachen konzentrieren, die ähnliche Laute wie deine Muttersprache haben. Tonale Sprachen wie Chinesisch sind eine interessante Herausforderung für Lernende mit gutem Gehör.

Wir hoffen, dir die Frage „Welche Fremdsprache passt zu mir?“ etwas einfacher gemacht zu haben!

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Katrin Sperling
Katrin Sperling ist in Potsdam geboren und aufgewachsen und hat nach dem Abitur ein Jahr in Toronto, Kanada verbracht. Weil ihr Hogwarts-Brief zu ihrem 20. Geburtstag im Jahr 2011 immer noch nicht angekommen war, musste sie schließlich die Realität akzeptieren und studierte Englische und Deutsche Linguistik in Berlin. Zum Glück erwies sich die Linguistik als genauso magisch, weswegen Katrin sehr glücklich ist, jetzt für das Babbel Magazin über Sprachen zu schreiben.
Katrin Sperling ist in Potsdam geboren und aufgewachsen und hat nach dem Abitur ein Jahr in Toronto, Kanada verbracht. Weil ihr Hogwarts-Brief zu ihrem 20. Geburtstag im Jahr 2011 immer noch nicht angekommen war, musste sie schließlich die Realität akzeptieren und studierte Englische und Deutsche Linguistik in Berlin. Zum Glück erwies sich die Linguistik als genauso magisch, weswegen Katrin sehr glücklich ist, jetzt für das Babbel Magazin über Sprachen zu schreiben.

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