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Wie man das spanische Alphabet richtig ausspricht

Die Aussprache des spanischen Alphabets zu kennen, wird dir beim Sprachenlernen eine große Hilfe sein.

Einen Text in einer Sprache zu lesen, die man noch nicht kennt und gerade erst lernt, kann sehr schwierig sein. Vielleicht sind die Buchstaben die gleichen, doch sie werden anders ausgesprochen. Zum Glück ist das Spanische da nicht allzu kompliziert, da Rechtschreibung und Aussprache größtenteils übereinstimmen. Mit dieser Anleitung zur Aussprache des spanischen Alphabets sollte es dir gelingen, so ziemlich alles im Spanischen auszusprechen, auch wenn du am Anfang noch gar nicht weißt, was die Wörter bedeuten. Also, spanisches Alphabet – los geht’s!

Spanisches Alphabet

Genau wie im Deutschen werden die Buchstaben im Spanischen immer gleich ausgesprochen.  

Sehen wir uns also zuerst das ganze spanische Alphabet an, das 27 Buchstaben umfasst. Es hat dieselben Buchstaben wie im Deutschen (abgesehen von den Umlauten), weist jedoch einen zusätzlichen Buchstaben auf: ñ. Hör dir an, wie dieses Alphabet in der Muttersprache ausgesprochen wird (oder höre dir hier ein Lied dazu an).

Hör dir das spanische Alphabet an

Obwohl das Alphabet erste Einblicke gibt, zeigt es nur einen Teil davon, wie die Buchstaben in verschiedenen Zusammenhängen funktionieren. In dieser Liste kannst du dir jeden einzelnen Buchstaben und Buchstabenkombinationen in spanischen Wörtern anhören.

ala sala („das Zimmer”)

ay — la playa („der Strand”)

bbeber („trinken”)

c — la bicicleta („das Fahrrad”)

cc — el accidente („der Unfall”)

ch — ocho („acht”)

del dedo („der Finger”)

eel pez („der Fisch”)

ey — el rey („der König”)

fel jefe („der Chef”)

gel gato („die Katze”)

gu — el agua („das Wasser”), el guerrero („der Krieger”)

gü — la verenza („die Scham, Schande”)

hel hospital („das Krankenhaus”)

iel cine („das Kino”)

jel ojo („das Auge”)

k — el kilogramo („das Kilogramm”)

lel pelo („der Pelz”)

ll — la calle („die Straße”)

mmimar („verhätscheln”)

nla banana („die Banane”)

ñla araña („die Spinne”)

oel otoño („der Herbst”)

oy — hoy („heute”)

pla papa („die Kartoffel”)

qu — la taquilla („der Fahrkartenschalter”)

rpero („aber”)

rr — el perro („der Hund”)

slas casas („die Häuser”)

tla tortuga marina („die Meeresschildkröte”)

uuno („eins”)

vvivir („leben”)

w la world wide web („das World Wide Web”)

x — el extranjero („der Fremde”)

yel yate („die Jacht”)

zel pozo („der Brunnen”)

Kleiner Exkurs: K und W

Die Buchstaben „k” und „w” werden nur in Wörtern genutzt, die aus anderen Sprachen stammen. Sie wurden dem spanischen Alphabet vor nicht allzu langer Zeit hinzugefügt.

Buchstaben mit mehr als einer Aussprachemöglichkeit

Wie schon erwähnt, haben die meisten Buchstaben im spanischen Alphabet nur eine Aussprachemöglichkeit. Natürlich gibt es jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel.

C

Der Buchstabe „c” ist einer der wenigen spanischen Buchstaben mit mehr als einer Aussprachemöglichkeit. Steht er vor einem „a,” „o,” „u” oder einem Konsonanten, wird er wie ein „k“ ausgesprochen. Steht er jedoch vor einem „e” oder einem „i”, wird er wie das Englische „th” ausgesprochen (oder in Mittel- und Südamerika wie ein „s“).

GU

Die Buchstabenkombination GU hat zwei verschiedene Aussprachemöglichkeiten. Steht sie vor den Vokalen „i“ oder „e“, klingen sie wie ein harter „g“-Laut (wie in „Tiger“). Steht GU vor einem “a“ oder einem „o“, klingt der Laut wie „gu“ in „Guano.” Hat das “ü” ein Tremazeichen (wie der deutsche Umlaut), klingt es wie „gw”, und zwar egal, welcher Vokal folgt.

QU

Der Buchstabe U wird nicht ausgesprochen, wenn er auf den Buchstaben Q folgt. Außerdem steht der Buchstabe Q nie alleine ohne das folgende U.

X

Das „x” klingt fast immer wie „ks,” wie das „x” in „Maximum.” Es gibt jedoch noch drei weitere Aussprachemöglichkeiten dieses Buchstabens, die dir begegnen könnten. Steht das X am Anfang eines Wortes, klingt es wie „s“. Es gibt einige Ortsnamen wie „Mexico” und „Texas”, in denen das X wie ein gutturales „h” klingt, sowie andere Ortsnamen, in denen es wie ein „sh“ klingt, wie zum Beispiel in der guatemaltekischen Stadt Xela. Wie das K und das W taucht der Buchstabe X vor allem in Lehnwörtern auf.

Akzentmarkierungen im Spanischen

Zwei Akzentmarkierungen haben wir schon angeschnitten, nämlich die Tilde (ñ) und das Trema (ü). Beide haben einen Einfluss auf die Aussprache des jeweiligen Buchstabens. Die übrigen Akzentmarkierungen zeigen die Betonung des Wortes an (á, é, í, ó und ú).

Im Deutschen wird die Betonung eines Wortes gar nicht markiert. Man muss einfach intuitiv wissen, wie man „elementar“ ausspricht – „e-le-men-TAR“, nicht „E-le-men-tar“ oder „e-le-MEN-tar“.

Das ist im Spanischen leichter vorhersehbar. Endet das Wort auf „n,” „s” oder einen Vokal, liegt die Betonung auf der vorletzten Silbe. Endet es auf einen anderen Buchstaben, wird die letzte Silbe betont. Hat das Wort eine Akzentmarkierung, liegt die Betonung auf der Silbe, die markiert ist.

Es gibt auch Fälle, in denen Akzentmarkierungen dazu genutzt werden, verschiedene Bedeutungen der Wörter voneinander zu unterscheiden. Das Wort como bedeutet „wie,” „als” oder „wobei”, doch wenn es als Fragewort genutzt wird, schreibt man es cómo. Dasselbe gilt für que („was”) und qué („was” als Fragewort) oder el (der männliche Artikel „der”) und él („er“).

Jetzt, wo du das spanische Alphabet beherrschst, sollte es ganz einfach sein, etwas auf Spanisch zu lesen! Und wenn du immer noch Schwierigkeiten mit bestimmten Vokalen oder Konsonanten hast, sieh dir diese Tipps zu den sechs häufigsten Aussprachefehlern deutschsprachiger Personen im Spanischen an!

Und schon bist du bereit, in die spanische Sprache einzutauchen!
Thomas Moore Devlin
Thomas ist in einer Vorstadt in Massachusetts aufgewachsen und nach New York gezogen, um den krassen Kontrast zu erleben. Er hat Englische Literatur und Linguistik an der New York University studiert und die meiste Zeit seines Studentenlebens damit verbracht, für eine Studierendenzeitung namens Washington Square News zu schreiben. Deshalb ist er auch etwas pedantisch, was Textstandards angeht. In seiner Freizeit liest er gern und regt sich über Tweets auf.
Thomas ist in einer Vorstadt in Massachusetts aufgewachsen und nach New York gezogen, um den krassen Kontrast zu erleben. Er hat Englische Literatur und Linguistik an der New York University studiert und die meiste Zeit seines Studentenlebens damit verbracht, für eine Studierendenzeitung namens Washington Square News zu schreiben. Deshalb ist er auch etwas pedantisch, was Textstandards angeht. In seiner Freizeit liest er gern und regt sich über Tweets auf.

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