Sprich Sprachen, wie du es schon immer wolltest

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Wie wichtig ist Englisch wirklich für deinen Beruf? Und: Warum Schulenglisch nicht gleich Business-Englisch ist.

Englisch ist mit Sicherheit die wichtigste Lernsprache in Europa. Es gibt kaum einen Beruf, in dem sie nicht gebraucht wird. Dennoch stellen Bewerbungsgespräche, Präsentationen oder Verhandlungen auf Englisch für viele nach wie vor eine Herausforderung dar. Es wird Zeit, dies zu ändern!

Artikel von: Sandro T. Köpke

Heute sollte fast jeder in der Berufswelt verhandlungssicher auf Englisch sein. Wichtig sind dabei einerseits Umgangsformen, andererseits aber auch Fachbegriffe in Präsentationen oder Verhandlungen. Unsere Sprachlern-App Babbel ist zum Beispiel das Produkt einer deutschen Firma. Dennoch ist Englisch bei uns die Umgangssprache. Man weiß oft einfach nicht, woher die Kollegen oder Kolleginnen kommen – und so kann es unter Umständen passieren, dass man sich im Aufzug mit Deutschen auf Englisch unterhält. Bei Teammitgliedern aus mehr als 39 verschiedenen Ländern: kein Wunder! Die Welt rückt eben immer näher zusammen. Trotzdem wird man in der Schule nicht sehr gut auf ein englisches Arbeitsleben vorbereitet. Babbel hilft dir, zumindest einige Fettnäpfchen zu umgehen …

„You can say you to me.“ – Bewerbungsgespräche auf Englisch

Als wäre ein Bewerbungsgespräch nicht bereits nervenaufreibend genug, stell dir jetzt mal vor, du müsstest dieses auch noch auf Englisch führen. Es fängt schon beim englischen Wort dafür an: interview. Darunter habe zumindest ich mir zunächst eher das Gespräch eines Journalisten mit einer berühmten Person vorgestellt. Eine wichtige Frage ist, wie förmlich man im Bewerbungsgespräch sein muss. Aus dem deutschsprachigen Raum kennen wir die Unterscheidung zwischen Sie (formell) und du (informell). Ziemlich einfach also: Verwende die Höflichkeitsform, bis dir das Du angeboten wird! Wie sieht es nun aber im Englischen aus? Was macht man hier, wenn man jemandem das Du anbieten möchte? Ganz einfach: Es wird bei der Vorstellung der Vorname genannt. Aber Achtung: Im Bewerbungsgespräch sollte auch hier der (zukünftige) Arbeitgeber die Nennung beim Vornamen anbieten, das gebietet die Höflichkeit. Wenn du dein Gegenüber anschließend weiterhin mit Mr oder Ms anredest, ist das mehr als ungewöhnlich, also lass es besser! Eine Legende besagt, dass der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl einem amerikanischen Präsidenten das Du angeboten hat – mit den Worten: „You can say you to me!“ Dass dies im Englischen so gar keinen Sinn ergibt, wird wohl jedem klar sein – dennoch seid ihr in bester Gesellschaft, wenn ihr an eurem Englisch arbeiten müsst.

Sicherheit kommt durch Praxis – und in Fettnäpfchen muss man mit Humor treten

Im Gespräch auf Englisch kann schon in so einige Fettnäpfchen getreten werden. Eine Kollegin hat an der Freien Universität Berlin studiert. Zumindest in Berlin ist es total normal, kurz von der FU zu sprechen. Als sie dann aber im Vorstellungsgespräch auf Englisch sagte: „I studied at the FU“, wurden die Augen des Gegenübers plötzlich ganz groß – dann bemerkte auch sie, dass FU im Englischen kurz für Fuck you! steht … keine Sorge, den Job hat sie trotzdem bekommen!

Eine weitere lustige Geschichte, die in eine ähnliche Richtung geht, kommt von einer Kollegin aus dem Kundenservice. Häufig gestellte Fragen sind im Englischen die Frequently Asked Questions, kurz FAQ – als einzelne Buchstaben ausgesprochen und nicht als ein Wort! Die Kollegin sprach in Meetings stets selbstverständlich von [FAK] (sprich: fuck – im Englischen also wieder eher etwas Horizontales). In eigenen Worten formuliert sie ihre Praxiserfahrungen auf Englisch ganz allgemein so:

„Mein Englischniveau war zwar ziemlich ok, Wörter rund um Meetings und Präsentationen waren mir jedoch unbekannt. Daher fühlte ich mich wie ein absoluter Anfänger. Viele Jahre hatte ich mich an der Uni mit englischer Literatur beschäftigt, aber im Beruf hat mir Shakespeare nicht geholfen.“

Natürlich wird oft von learning by doing oder zu Deutsch „Übung macht den Meister“ gesprochen. Wie ihr an den vorherigen Beispielen seht, ist da natürlich auch etwas dran. Dennoch könnt ihr euch gezielt auf Bewerbungsgespräche, Präsentationen und Telefongespräche vorbereiten.

Präsentieren auf Englisch

Für viele sind Präsentation auf Englisch einfach der Horror. Dabei geht es meist nicht um die Sprache, sondern eher um performance anxiety, also die Angst, zu versagen. Auf meine erste Präsentation auf Englisch konnte ich mich persönlich zum Beispiel nicht vorbereiten. Ich kam zur Arbeit, beide zuständigen Kolleginnen waren krank, und plötzlich sollte ich für sie einspringen. Da blieb keine Zeit für Angst, somit arbeitete ich mich lieber in die Materie ein, als mich darum zu sorgen, wie gut mein Englisch war. Ich sprang quasi ins kalte Wasser. Bestimmt war es nicht die beste Präsentation auf Englisch, verstanden wurde ich jedoch – zumindest gehe ich davon aus … Eine Präsentation auf Englisch mag doppelt so anstrengend sein, wenn ihr aber die Möglichkeit habt, euch mit einem Muttersprachler gezielt auf eine Präsentation vorzubereiten, könnt ihr so auf Fehler aufmerksam gemacht werden und daran arbeiten. Und denkt immer daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn ihr es dann aber irgendwann schafft, euren eigenen Humor in der Präsentation auf Englisch rüberzubringen, so ist das unbezahlbar. Jetzt kommen wir aber noch zu einer weiteren Herausforderung.

Telefongespräche und Verhandlungen auf Englisch

Was ist noch schwieriger als ein direktes Gespräch auf Englisch? Richtig, ein Telefonat. Oftmals ist dies in der eigenen Sprache bereits schwer, da der Gesichtsausdruck nicht zu sehen ist. Nonverbale Kommunikation kann euch hier nämlich nicht helfen. Du weißt manchmal einfach nicht, ob dein Gesprächspartner dich nun richtig verstanden hat oder nicht. Plötzlich: Schweigen. Es kann sehr unangenehm werden, so wie es eine Kollegin aus der Marketing-Abteilung am eigenen Leibe erfahren musste:

„Meine ersten Erfahrungen in der Berufswelt auf Englisch waren der Horror: Eine Telefonkonferenz mit einer US-Agentur und einem Kollegen, der ein Jahr im englischsprachigen Ausland war, also sehr gut Englisch konnte. Gefühlt habe ich nur jedes dritte Wort mitbekommen und immer gehofft, dass ich richtig antworte, ohne die Frage wirklich verstanden zu haben.“

Eine weitere Kollegin beschreibt ihre ersten Erfahrungen geradezu als Odyssee: Sie hatte ein mehrstündiges Vorstellungsverfahren mit fünf Personen auf Englisch. Der letzte Schritt war ein Gespräch mit einem Deutschen und sie freute sich, den Rest entspannt auf Deutsch machen zu können. Pusteblume! Seine trockene Reaktion: „Ich habe die letzten Jahre nur auf Englisch Personalgespräche geführt, ich kann das gar nicht auf Deutsch.“ Das Schulenglisch meiner Kollegin reichte leider nicht und die Stelle ging an jemand anderen. Fundierte Englischkenntnisse verbessern die Karrierechancen also definitiv!

Deine Englischkenntnisse können in internationalen Firmen das Zünglein an der Waage sein. Etwas härter ausgedrückt: Wenn du kein Englisch sprichst (oder eher bescheiden), dann gibt es im besten Falle eine sehr mühsame Kommunikation – oder du bekommst den Job eben nicht.

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