Christians Sprachlern-Geschichte: Spanisch für die Surfreise

Christian Reiher (34) lebt in Berlin und ist Mathematiker – und leidenschaftlicher Surfer.
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Christians Sprachlern-Geschichte: Spanisch für die Surfreise

Seit er als Teenager in England mit dem Sport angefangen hat, findet man ihn so oft wie möglich in seinem Berliner Surfclub, der Surfers Connection Berlin, oder noch lieber an den Surfspots der Welt. Zuletzt war er mehrere Monate in Zentral- und Südamerika unterwegs. Vor der Abreise gab ihm ein anderer Surfer aus der Surfers Connection den Tipp, einmal Babbel auszuprobieren – und so hat er sowohl vor als auch während seiner Reise mit der Sprachlern-App Spanisch gelernt.

Die meiste Zeit verbrachte Christian in Costa Rica und Nicaragua, weil das Surfen ihm dort am meisten Spaß gemacht hat. „Am Anfang war ein Plan da, der wurde aber umgeworfen“, sagt er selbst über seine Reise – und dann hat er sich einfach treiben lassen. Nach Ecuador und Peru, nach Kolumbien und Bolivien. Als Surfer, als Surflehrer oder auch einfach als Backpacker. 

Bereits vor dem Abflug hat Christian mit der sprachlichen Vorbereitung angefangen. Und das nicht nur, weil man auf einer solchen Reise ohne Sprachkenntnisse nicht weit kommt – sondern vor allem, um so viel wie möglich mitzunehmen. „Ich finde es schade, dass so viele Leute völlig ohne Sprachkenntnisse in ein anderes Land reisen, sagt Christian. „Man verschließt sich gegenüber so vielen Optionen und Erfahrungen, wenn man nicht wenigstens ein paar Worte der Sprache lernt.“ Erste Spanischkenntnisse sammelte er mit zwei Anfängerkursen an der Uni, danach übte er mit Babbel weiter.

„Sprachen zu lernen fällt mir nicht besonders leicht“, erzählt Christian. „Neue Vokabeln kann ich mir nicht gut merken.“ Und das Lernen unterwegs funktioniert eben situationsabhängig und ganz anders als in einem Sprachkurs, gerade am Anfang der Reise war das Verstehen der schnell sprechenden Muttersprachler oft eine Herausforderung. Besonders da fand Christian Babbel praktisch: Das Handy hat man sowieso immer dabei, für Karten oder zum Musikhören, und so nutze er die Babbel-App so oft wie möglich als systematische Ergänzung zur alltäglichen Verständigung. Am liebsten während der langen Fahrten zwischen den einzelnen Stationen seiner Reise. „Mir hat besonders geholfen, dass Babbel alle Kanäle bedient, also hören, lesen, schreiben und sprechen, erzählt Christian. „Ich habe die App immer dann genutzt, wenn ich strukturiert etwas weiterkommen wollte, also zum Beispiel beim Zeitenlernen oder eben bei den Vokabeln.“

Und obwohl Christian sich für keinen guten Sprachenlerner hält, hat er sich in den spanischsprachigen Ländern gut zurechtgefunden. Sein Trick ist ganz einfach: Er versucht zu sprechen. Auch mit einem relativ kleinen Wortschatz kann man sich gut ausdrücken – und die Muttersprachler freuen sich darüber, dass man versucht, ihre Sprache zu sprechen. Einfache Vokabeln wie mostrar („zeigen“) oder salir/partir („abfahren“ oder „losfahren“) helfen bei der alltäglichen Orientierung: Kannst du mir das Zimmer zeigen?

Und so hat die Verständigung funktioniert. Irgendwann während seiner Reise war er mit acht Leuten in einem Minibus unterwegs nach León in Nicaragua. Während der Fahrt lernte er seinen Sitznachbarn kennen und fing an, sich mit ihm zu unterhalten. Er freute sich darüber, wie viel sein Nachbar erzählte – über seinen Beruf als Bauarbeiter, über seine kleine Tochter, die gerne tanzt, und über die Gefahren des Chikungunya-Virus. „Das war für mich ein kleines Erfolgserlebnis“, sagt Christian – denn erst danach wurde ihm klar, dass er über eine Stunde lang ein Gespräch auf Spanisch geführt hatte.

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