Wichtigste Punkte
Erfahre, was die Akronyme FOMO und YOLO bedeuten.
Lerne den kulturellen Kontext dieser Internetphänomene kennen.
Entdecke, wie diese Abkürzungen deinen digitalen Alltag beeinflussen.
Vielleicht weißt du schon, was FOMO und YOLO bedeuten.
In unserer heutigen Zeit werden nämlich so viele Ausdrücke nur mit ihrem Akronym bezeichnet, dass wir uns gar nicht mehr daran erinnern, wie es war, als wir ganze Sätze benutzt haben.
Doch auch, wenn dir diese Akronyme sehr vertraut sind, wetten wir, dass du ihre Herkunft nicht kennst.
Bevor wir in die Welt seltsamer Wortherkünfte eintauchen, sehen wir uns an, wie diese benutzt und definiert werden.
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Fear Of Missing Out (FOMO) – Die Angst, etwas zu verpassen
Die Angst, ein schönes Erlebnis zu verpassen. Dieses Gefühl, wenn all deine Freund:innen etwas ohne dich unternehmen.
Wie es genutzt wird:
Ich habe auf Instagram gesehen, dass alle bei Cem waren, und jetzt habe ich FOMO.
Nuria kann sich nicht zwischen zwei Karriereoptionen entscheiden, weil sie FOMO hat.
Sie befürchtet, dass ihr eine gute Gelegenheit durch die Lappen geht, die ihr auf jedem der beiden Wege begegnen könnte.
Joy Of Missing Out (JOMO) – Freude, etwas zu verpassen
Das exakte Gegenteil von FOMO, nämlich das Gefühl, glücklich zu sein, obwohl andere Menschen etwas ohne dich unternehmen. Das sollten wir vielleicht öfter mal anstreben.
Wie es genutzt wird:
Obwohl all ihre Freund:innen ohne sie in eine Bar gingen, hatte Sarah JOMO, während sie Zuhause blieb und einen Film ansah.
Nachdem er jahrelang obsessiv in den sozialen Netzwerken unterwegs war, löschte Thomas alles, war endlich zufrieden und hatte JOMO.
You Only Live Once (YOLO) – Du lebst nur einmal
Mit diesem Motto sagst du dir selbst, dass du Risiken eingehen und das Leben in vollen Zügen auskosten solltest, weil du nur einmal lebst. Diese Stimme in deinem Kopf sagt dir, dass du die Nachricht abschicken oder diesen Tauchkurs machen solltest, je nachdem was dir gerade einen Kick gibt.
Wie es genutzt wird:
Ich habe gestern einem Unbekannten meine Nummer gegeben, weil: YOLO!
Diego hat gestern spontan den Job angenommen, er sagte sich einfach, YOLO, und entschied sich dafür.
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Woher die Ausdrücke YOLO, FOMO und JOMO stammen
Obwohl diese Akronyme erst seit kurzem durch die sozialen Netzwerke so weit verbreitet sind, geht der Ursprung mancher Ausdrücke etwas weiter zurück.
FOMO
Ironischerweise wurde die Bedeutung von FOMO bereits vor dem Entstehen der sozialen Netzwerke geprägt. Der Schriftsteller und Risikokapitalanleger Patrick McGinnis nutzte ihn als erster, und zwar in einem Artikel für das Harvard Business School Magazin. Obwohl dieser Ausdruck ganz eng mit den sozialen Netzwerken verknüpft ist, gab es das Gefühl, etwas zu verpassen, also schon länger. Es entsteht nämlich aus dem ursprünglichen menschlichen Verlangen, dazu zu gehören, und in den sozialen Netzwerken wird so viel gepostet, dass dieses Gefühl massiv verstärkt wird.
JOMO
Ein Gefühl, das ohne die wachsende Popularität von FOMO in den sozialen Medien wahrscheinlich nicht diskutiert worden wäre. Der Begriff JOMO wurde 2012 von dem Blogger und Tech-CEO Anil Dash geprägt, der damit auf die zunehmende Nutzung von FOMO reagierte. Das Gefühl der Erleichterung und des Glücks, wenn man Pläne absagt, um zu Hause zu bleiben, ist jedoch ein ziemlich zeitloses Konzept. Als die Bedeutung von FOMO immer normaler wurde, wuchs auch der Widerstand der Menschen dagegen, und so wurde JOMO geboren.
JOMO
Dieses Gefühl würde wohl kaum angepriesen werden, wenn nicht FOMO in den sozialen Netzwerken immer häufiger auftreten würde. JOMO wurde 2012 von dem Blogger und Tech-CEO Anil Dash erfunden, und zwar als Reaktion auf das immer präsentere FOMO. Das Gefühl der Erleichterung und Freude, wenn man etwas absagt, um Zuhause zu bleiben, ist jedoch ein zeitloses Konzept. Als FOMO im Sprachgebrauch immer normaler wurde, wurde auch der Widerstand der Menschen dagegen beliebter, und so kam JOMO auf.
YOLO
War es wirklich ein Drake-Song, der einen der größten Slang-Trends erschuf? Vielleicht. Manche Quellen behaupten auch, dass dies von dem lateinischen Ausdruck Carpe diem, also „Nutze den Tag“, inspiriert wurde. Es war also keine Einzelperson, die dieses Akronym prägte, das 2012 die Welt eroberte. Der Ausdruck wurde von verschiedenen Gruppen auf der ganzen Welt genutzt, häufig studentische Verbindungen, denen es ums Party machen ging.
Weitere trendige Ausdrücke findest du hier.
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Hannah Wehrle
Hannah ist Redakteurin und hat spanische Sprache und Literatur sowie Anthropologie studiert. Bereits in ihren Kindheitstagen hat sie ihre Leidenschaft fürs Spanischlernen und kreative Schreiben entdeckt. Geboren und aufgewachsen ist sie in Brooklyn, wo sie am liebsten mit ihren beiden Pudeln spazieren geht und viel zu lange in Cafés sitzt.
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